Tourismus in Israel

Landschaften und Städte

Das Jordan Tal , Tiberias , Galiläa und Golan



Beit Shean

Beit-Shean Tal

Das Beit Shean-Tal befindet sich an einem der wichtigsten Knotenpunkten des Landes. Hier führte früher die Handelsstraße von Ägypten nach Damaskus, Mesopotamien und Klein-Asien durch.

Trotz spärlichem Regenfall, gibt es hier reichlich Wasser, von Quellen, welche aus den Bergen hervor sprudeln. Das Gebiet war schon vor 4000 Jahren besiedelt. Nach der Kreuzfahrer-Periode wurden die Täler verlassen und nur Beduinenstämme liessen sich dort nieder. Erst im 19.Jh. fingen arabische Bauern an, das Land zu bearbeiten. Sie wurden von ihren Arbeitsgebern ausgenützt und mit hohen Steuern belegt. Das ganze Tal und Teile der Issachar-Hügel waren Privatbesitz des ottomanischen Sultans. Nachdem die Briten das Land eroberten, kamen die Ländereien in den Besitz der Mandatsregierung. 1921 fing hier die jüdische Besiedlung an. Die Siedler der Gegend nutzen den Wasserreichtum aus, um intensive Landwirtschaft zu betreiben. Hier wurden auch die ersten Fisch-Zuchten und Dattelplantagen Israels entwickelt. Im Beit Shean und nahegelegenen Ein Harod Tal zeugen viele interessante Ausgrabungen vom Reichtum seiner Vergangenheit. Im Süden die GilboaBerge mit Wäldern und Parkanlagen, in Beit Alpha und Maoz Haim Reste von prunkvollen Synagogen, und im Kibbutz Nir David ein Museum für Archäologie des Mittelmeergebietes, welches sich auch mit der Kultur der Nachbarländer befasst. Die Quellen von Gan Hashlosha (Sachne) und von Ein Harod gehören zu den schönsten in Israel und die Ausgrabungen von Beit Shean sind von den wichtigsten Zeugen der Vergangenheit, welche den Touristen gezeigt werden können.

Beit-Shean

Ausgrabungen von Beit Schean zeigen, daß hier eine der wichtigsten Städte der römischen Welt stand. In der Bibel wird der Ort beim tragischen Tod von König Saul und seinen Söhnen erwähnt. Die Philister hängten deren Leichen an die Mauer von Beit-Shean. Später hieß die Stadt Skytopolis.

Das römische Theater mit 4'500 Sitzplätzen und das Mosaik im Edelfrau-MariaKloster sind bereits freigelegt, so auch das 100 Meter lange und 60 Meter breite Amphitheater, welches 8'000 Menschen Platz bietet.

Die öffentlichen Gebäude sind verblüffend groß: ein vortreffliches Badehaus, ein Altar, ein wunderschöner Springbrunnen, Geschäftsstraßen u. a. Ein besonderes Mosaik, der Stolz BetScheans, stellt die Glücksgöttin dar.



Berg Arbel

Auf dem Berg Arbel befinden sich Ruinen einer Festung und einer Synagoge aus alter Zeit. Vom Gipfel des Berges, eine über dem See Genezareth emporragende Klippe, bietet sich eine wunderschöne Aussicht über den See, die Golanhöhen und Unter-Galiläa.

An der Klippe über dem Abgrund gibt es erstaunliche Höhlen, Mauern, Gänge und Tunnels. Der Historiker Josephus Flavius erzählt, daß sich in diesen Höhlen Hasmonäer-Anhänger, die gegen Herodes kämpften, verbargen. Nur mühsam konnten seine Soldaten, abgeseilt, an die Höhlen gelangen, und die Rebellen in den Abgrund werfen.

Ein sehr steiler Wanderweg führt vom Gipfel bergab. Nach Regen ist der Weg wegen Abrutschgefahr nicht zu benützen.



Bergpredigt

Der Berg der Seligpreisungen, nördlich des Sees Genezareth ist, wo laut christlicher Überlieferung, Jesus die "Bergpredigt" hielt und seine Jünger erwählte. Von der Terasse des Klosters und der Kirche aus bietet sich eine herrliche Aussicht.

In der Predigt beginnt jeder der acht Verse mit dem Wort "selig": "Selig, die arm sind vor Gott,...; Selig die Trauernden,..; Selig, die keine Gewalt anwenden, ...; Selig, die hungern und dürsten,...; Selig die Barmherzigen,...; Selig, die ein reines Herz haben,...; Selig, die Frieden stiften, ...;Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden,... (Matthäus 5,3-10)

Beim achteckigen Grundriß der Kirche entspricht jedes Fenster einem der Verse aus der "Bergpredigt".



Berg Tabor

Der Berg Tabor gehört zu den eindrucksvollsten in Galiläa. Zwar ist er nicht hoch, jedoch sehr auffallend in seiner Umgegend. "Tabor und Hermon jauchzen bei deinem Namen" schreibt der Poet der Psalmen.

Auf dem Berggipfel wurden Festungen, Kirchen und Klöster erbaut. Laut christlicher Überlieferung ist dies der "Berg der Verklärung", wo Jesus vor den Augen von Petrus, Jakobus und Johannes verwandelt wurde.

Im Neuen Testament steht: Das Gesicht von Jesus leuchtete wie die Sonne, seine Kleider wurden weiß wie das Licht und Mose und Elisa redeten mit ihm.

Der Berg wurde Wallfahrtsort. Eine schmale Straße, nur für Pkws befahrbar, führt zum Gipfel und zu einer herrlichen Aussicht.



Beit-Alfa

Die Ruine der alten Synagoge von Beit Alfa ist ihres atemberaubend schönen Mosaiks wegen berühmt.

Die Synagoge hat einen Innenraum und zwei seitliche Säle, durch Säulenreihen vom Hauptsaal getrennt.

Das Mosaik stellt in prächtigen Farben dar: die Opferung Isaaks; den Tierkreis und in dessen Mitte den Sonnengott Helios mit einem Pferdeviergespann; vier Frauengestalten, welche die vier Jahreszeiten symbolisieren.

Im Mosaik sieht man auch die Bundeslade und siebenarmige Leuchter, Löwen, Vögel, Widderhörner und Räucherpfannen. Ein Rahmen aus Weinranken und Rauten mit Tiergestalten und Obstarten vervollständigt das Mosaik, das aus dem zweiten Jahrhundert stammt.



Caphernaum

Caphernaum liegt am nördlichen Ufer des Sees Gennesaret. Ruinen einer prächtigen Synagoge und einer Kirche stehen hier nebeneinander und bezeugen, daß zur römisch-byzantinischen Zeit Christen und Juden Caphernaum bewohnten. Die Stätte ist Besitz der franziskanischen Kirche und gilt als heiliger Ort. Hier wohnte der Fischer Petrus, ein Jünger von Jesus. Die Synagoge ist aus kunstvoll behauenem Kalkstein, dessen kreideweiße Farbe auf den schwarzen Basaltfelsen ringsum besonders eindrucksvoll ist. Die breite Fassade des Gebäudes ist sehr schön mit geometrischen Formen, Tieren und Pflanzen dekoriert. Drei Eingänge führten in den Synagogensaal. Drei Säulenreihen mit Kapitellen in korintischem Stil stützten Decke und Galerien.



Der See Genezareth

Die Ufer des Sees ziehen jedes Jahr viele Erholungssuchende an. Dies ist kein Wunder, ist dies doch der größte Süßwasser-See des ganzen Landes. Er ist bis 22 km lang und 15 km breit. Das ganze Ufer hat einen Umfang von 55 km. Entlang dem See gibt es Ferieneinrichtungen, welche fast immer ausgebucht sind.

Der See ist das Süsswasser-Reservoir von Israel und liegt 212m unter dem Meeres-Spiegel. Das Wasser wird heraufgepumpt und in den südlichen Teil des Landes geleitet. Rund um den See gibt es salzhaltige Quellen und damit diese das Trinkwasser nicht versalzen, werden sie abgeleitet und, in einem Kanal. zum Jordan geführt. Durch einen Damm, am Südende des Sees, kann der Wasserspiegel kontrolliert werden.

Der Name kommt von der ursprunglichen Stadt Kinneret. welche sich etwas nördlich vom Kibbutz Ginnosar befand. Keinar war ein heidnischer Gott der Phönizier. Vermutlich hatten sich hier Phönizier angesiedelt, welche diesen Gott verehrten und die Stadt nach seiner Gattin, Kinneret, nannten. Diese Stadt wurde im 16.Jh. vor der Zeitrechnung gegründet.

Im Jahr 1910 wurde hier der erste Kibbutz, Degania, gegründet, der Anfang der Kibbutz-Bewegung.

Für die Christen ist der See ein besonders heiliger Ort, hat hier doch Jesus gelebt und gewirkt. Hier hat er seine Lehre verkündet und seine Wunder vollbracht, eines davon auf dem See selber, als er auf dessen Wasser ging. Rund um den See wurden, an den heiligen Orten des Wirkens Jesus, Kirchen erbaut, welche von tausenden von Pilgern jährlich besucht werden, z.B. Caphernaum, Tabgha, Berg der Seligpreisung und andere.



Rund um den See

Diese Tour führt uns rund um den See. Wir fangen an Richtung Süden, bald sieht man rechts ein Schild zur Jugendherberge Porja und dem Schweizer Wald. Neben der Herberge führt eine neue Strasse zum Wald, von dort hat man eine einmalige Aussicht auf die Stadt und den ganzen See. Wir kehren zurück auf die Seestrasse.

Weiter geht's nach Zemach und dort links (Str. No.92). Zwischen dem km 11-12 zweigt eine Straße nach Sussita ab. Dort befinden sich Ausgrabungen von prächtigen Kirchen und wieder eine herrliche Aussicht auf den See. Richtung Norden, können wir im Kibbutz Ein Gev den berühmten St. Petersfisch essen, dann geht es weiter nach Kursi. Hier finden wir wiederum Ruinen eines Klosters und einer grossen Kirche aus der byzantinischen Zeit.

Bei der Weiterfahrt sehen wir links den Golan Strand, ein Wasser-Park mit riesigen Wasserrutschen. Wir bleiben immer auf der Straße entlang dem See und überqueren nun den Jordan, über die Arik-Brücke und kommen nach Caphernaum.

Hier ist die grosse Synagoge aus dem 4.Jh. und die Ruinen eines Fischerdorfes, Wohnort von Simon-Petrus. Nach wenigen Kilometern kommen wir nach Tabgha, wo sich eines der schönsten Mosaiks im ganzen Land befindet. Die Kirche erinnert an das Wunder der Brotvermehrung. Auf dem Weg zurück nach Tiberias fahren wir am Dorf Migdal vorbei, Heimatort von Maria Magdalena. Weiter vorne, links, ist der Kibbutz Nof Ginossar, wo das Skelett eines Bootes aus der Zeit von Jesus ausgestellt wird. Nur wenige Kilometer trennen uns nun von unserem Ausgangspunkt, Tiberias.



Die Gräber der Weisen

Tiberias hatte in seiner Geschichte immer eine jüdische Mehrheit und wurde, nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem, zum geistigem Zentrum des Judentums. Im Jerusalemer Talmud, welcher in Tiberias zusammengestellt wurde, werden die verschiedenen Quartiere der Stadt beschrieben.

Es ist deshalb kein Wunder, dass Tiberias eine der vier heiligen Städte der Juden wurde und viele berühmte Rabbiner hier begraben wurden. Das Grab der Matriarchen - Hier sind, laut der Tradition, die Gräber von Miriam, Schwester Moses; seiner Mutter Jochevet; seiner Frau Zippora; Elisabeths, die Frau seines Bruders Aaron, sowie Bilha und Silpa.Das "Grab" von Rabbi Akkiba - die Höhle von Rabbi Akkiba, wo er sich versteckte während dem Aufstand der Juden gegen die Römer. Das Gebäude fällt durch seine blaue Kuppel auf. Laut der Überlieferung sind hier 24'000 Schüler des Rabbis begraben.

Das Grab von Rabbi Hiya und seinen Söhnen - das Grab ist in der Nähe von dem des Rabbi Akkiba und zieht jedes Jahr hunderte von Pilgern an, vor allen in Jahren der Dürre. Das Grab des Rambam - Das Grab wurde erneuert und mit verschiedenen Symbolen versehen. Der breite Eingang wird von 14 Marmorsäulen flankiert, auf jeder Seite 7. Zwischen den Säulen fließt Wasser in einem Kanal. Das Grab ist in der Mitte eines großen Platzes neben dem seines Vaters und seines Enkels.

Das Grab vom Wunderrabbi Meir ,es befindet sich in der Nähe der heißen Quellen von Tiberias. Auffallend sind die zwei Kuppeln, eine weisse und eine blaue, und jedes Jahr finden hier große Feierlichkeiten statt.



Hamat-Gader

Hamat-Gader ist eine einzigartiger Naturpark mit heißen Heilquellen, deren Temperatur zwischen 42 und 52 Grad schwankt, und interessanten Ruinen des Altertums. Heute ist hier ein ausgedehnter Park. Ein Becken, das bequemes Baden ermöglicht, und Duschen sind angelegt, und Picknicktische sind aufgestellt worden. Archäologische Grabungen wurden durchgeführt.

Eine besondere Attraktion ist der Alligatoren-Park. Im Park befindet sich auch die Ruine einer Synagoge mit einem prächtigen Mosaikboden.

Die Ruine eines römischen Badehauses mit Sälen und Einrichtungen ist freigelegt worden. Sehr eindrucksvoll sind Hauptbecken und Rohre, die das Quellwasser dem Becken zuführten.



Das Hula-Tal

Das Hula-Tal ist ein Teil des Syroafrikanischen Grabenbruches. Im Osten befinden sich die Golan-Hoehen und im Westen das Naphtali-Gebirge. Im Nordosten tuermt sich wie eine Wand der Hermon-Berg auf.

Der Hermon hat einen enormen Einfluss auf das Hula-Tal. Der Berg saugt wie ein Schwamm das Regenund das Schmelzwasser des Schnees auf. Nachdem das Wasser in den Berg einsickert kommt es weiter unten als Quellen wieder heraus. Die bekanntesten sind der Dan, die Banjas und der Hazbani.

Ausströmende Lavamassen hatten den Abfluss der Quellen nach dem Süden hin verstopft und einen enormen Sumpf geschaffen, der sich auf 50'000 Dunam ausbreitete. Die Trockenlegung des Hula-Tales wurde 1958 beendet. Heute ist davon noch ein Naturschutzgebiet vorhanden. Unzählige Wandervögel benützen das Gebiet um auszuruhen und um Krätte zu sammeln.

Trotzdem die Flüsse und Sümpfe den Durchgang im Tal selber verhinderten, war und ist es bis heute ein Hauptknotenpunkt von Norden nach Süden. Hier war der Durchgang von der Libanon-Ebene ins Untergalilaea. Die Hauptstraße führte am westlichen Ufer entlang, da im östlichen Teil Basaltbrocken und Sümpfe den Weg versperrten. Südlich des Sumpfgebietes lief eine Straße quer durch, welche von Hazor bis zur Benot-Jakov Brücke führte. Nördlich der Sümpfe fuehrte die Durchgangsstraße von Tyrus nach Damaskus vorbei. In den 60er Jahren wurden die Jordanquellen zu Naturschutzgebiet erklaert, und ziehen jährlich hunderte von Touristen an. Die Hermon-Wasserfaelle spenden erfrischenden Schatten im Sommer und erfreuen auch das ganze Jahr über.



Kfar Kana

Diese ist eine wichtige heilige Statte des Christentums. Hier hat Jesus sein erstes Wunder vollbracht, indem er Wasser in Wein verwandelte, an der Hochzeit, wo nicht genügend Wein vorhanden war. Ein weiteres Wunder vollbracht er später, indem er den Sohn eines königlichen Sklaven heilte. Jesus sagte zu ihm: geh, dein Sohn lebt.

Mehrere Kirchen weisen auf diese Wunder hin. Die franziskanische Kirche wurde 1879 erbaut, auf Ruinen aus dem 4.Jh., wahrscheinlich einer Synagoge. Die zwei Türme stellen das Brautpaar dieser Hochzeit dar, wo Jesus das Wunder vollbrachte. Im Süden des Dorfes befindet sich eine Quelle, wo die Reiseleiter darauf hinweisen, dass hier das Wasser geschöpft wurde, welches dann von Jesus in Wein verwandelt wurde.



Korazim

Korazim war zur Zeit des Talmuds eine blühende Stadt. Im Neuen Testament (Mattäus 11,20) heißt es, daß Jesus dieser Stadt und auch Betsaida und Capharnaum, Vorwürfe machte, weil sie sich nicht bekehrt hatten.

Der Besucher am Ort ist vom Lageplan der alten, aus Basalt der Korazim-Anhöhe gebauten, Straßen beeindruckt. Die Ruinen der Stadt erstrecken sich über eine Fläche von 7 Hektaren.

Die Synagoge ist der eindrucksvollste Bau am Ort. Die Bauart ist typisch für galiläische Synagogen aus dem 2. und 3. Jahrhundert, wie in Capharnaum und Baram. Vor der Fassade der Synagoge führen zwei Treppen zu einer erhöhten Veranda. Entlang der Wände gab es Bänke. Die Säulen im Synagogensaal stützten eine zweite Etage, für die Frauen.



Kursi

Die Stätte Kursi (Gerasa) liegt am östlichen Gestade des See Genezareth. Auch hier wirkte Jesus. Im Neuen Testament (Lukas 8,22-39) steht, daß hier ein Wunder geschah. Jesus heilte einen von Dämonen besessen Mann, indem er jene in die Körper von dort weidenden Schweinen fahren ließ, die sich darauf in den See stürzten und ertranken.

Das Kloster und die Kirche stammen aus dem 5. Jahrhundert. Es gab eine Mauer, die aber den im Jahre 614 eindringenden Persern nicht standhielt. Die beschädigte Kirche wurde restauriert, jedoch im 8. Jahrhundert völlig verlassen.

Laut einer griechischen Inschrift vom Jahre 585 an der Taufkapelle, wurde diese zur Zeit von Abt Stephanos und König Maurizius gebaut.



Metula

Metula ist der nördlichste Ort in Israel. Schöne Landschaft und besondere Atmosphäre machten es zu einem bevorzugten Freizeitziel. Baron Rothschild erwarb die Böden des Ortes im Jahre 1896. Die ersten Siedler kamen aus den Dörfern des Barons in Judäa. Zuerst litten die Siedler unter Anschlägen der Nachbarn und Streitigkeiten um Land und Wasser.

Die Existenz des Dorfes beinflußte die Grenzziehung des Palästina-Mandats. Bei Metula fließt der Bach Ajun, ein NaturschutzGebiet mit vier Wasserfällen, wovon der berühmteste der"Tanur"-Fall (30 Meter Höhe) ist. Bei Metula ist der Grenzübergang nach Libanon. Die Süd-Libanesen reisen hier nach Israel ein. So ist der Ort "der gute Zaun" benannt und wurde ein beliebtes Ausflugszie.



Nahal Amud

Der Nahal Amud (Amud=Säule) ist 24 km lang. Der Oberlauf des Baches ergießt sich an den östlichen Abhängen des Berges Meron (910 Meter Höhe). Der Unterlauf endet am Ufer des Sees Gennesaret. Der Höhenunterschied ist mehr als 1000 Meter. So entstehen eindrucksvolle Fälle und eine Schlucht. In einer Schlucht, im Unterlauf, steht eine aufrechte 30 Meter hohe Felssäule; daher der Name des Baches.

Dem Bach entlang entspringen einige Quellen, doch wird fast das ganze Wasser Wohnstätten zugeführt.

In den meisten Monaten ist das Bachbett in fast seiner ganzen Länge trocken, doch bei En-Jakim fließt Wasser das ganze Jahr, zwischen verlassenen Obstgärten und prächtiger Landschaft den Bach entlang und Teichen zu.



Nazareth

Nazareth, Wohnort von Jesus, ist eine der heiligsten Städte der christlichen Welt. Hier tritt die Mutter von Jesus, die von Gläubigen verehrte Maria, in Erscheinung.

Die Verheißungskirche, eine der größten im Mittleren Osten, vereinigt in sich Ruinen alter Kirchen und die heilige Grotte, wo der Engel Gabriel Maria verkundete, sie werde einen Sohn gebären. In der mittleren Apsis liegt ein großes modernes Mosaik.

Auch interessant ist die Kirche des Heiligen Gabriel, in deren Krypta eine Quelle entspringt; nach griechisch-orthodoxer Version ereignete sich die Verheißung hier.

Weitere Sehenswürdigkeiten: Marien-Brunnen, Synagogen-Kirche, Mensa Christi, Entsetzen-MariasKirche, Berg des Sprunges oder (Sturzes) und der Markt.



Rosch Pina

Ein erster Ansiedlungsversuch, durch Jugendliche aus Safed im Jahre 1878, mißlang. Danach gelangten Neueinwanderer aus Rumänien an den Ort. Eingedenk der Not ihrer Vorgänger nannten sie ihn "Rosch Pina" (Eckstein) nach dem Psalmenvers:"Der Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden" .

Auch diese Siedlergruppe hatte es schwer, bis im Jahre 1884 Baron Rothschild die Förderung des Dorfes übernahm. Die Schule hier spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte des Unterrichts: Zwei Lehrer führten Hebräisch als Lehrsprache ein.

Die Straße "der Ersten" und andere renovierte Häuser, der Gemeindesaal, das Haus der Baronbeamten, die Synagoge bewahren den alten Charakter des Dorfes.



Sachne

Sachne (Gan-HaschloS scha) ist ein Park, angelegt an einer großen Quelle am Fuße des Berges Gilboa. Der Eingang zu Gan-Haschloscha liegt zwischen den Kibbuzim Nir-David und Bet-Alfa. Gan-Haschloscha ist eine bekannte Freizeitanlage. Toiletten, Duschen, Tische, weite Rasenflächen und ein Restaurant stehen Besuchern zur Verfügung.

Das Quellwasser erreicht die Temperatur von 28 Grad und ermöglicht angenehmes Baden zu allen Jahreszeiten.

Die Quelle entspringt in einem natürlichen Teich erweitert und bequemem Baden angepasst. Drei kleine Wasserfälle zwischen den Becken des Teiches bieten einen erholsamen Anblick. Ruinen einer Stauwehr und einer Weihestätte aus der römischen Zeit befinden sich im Park.



Safed und Meron

Nur 45 Minuten von Tiberias entfernt, befindet sich Safed, Stadt der Mystiker und Kabbalisten. Die malerischen Gäßchen der Stadt wirken wie verzaubert und es ist kein Wunder, dass viele Künstler sich hier niedergelassen haben. In Safed befindet sich auch das hebräische BuchdruckMuseum, in welchem Gegenstände aus der Geschichte des Buchdruckes gezeigt werden.

Wir schlagen vor, den Rundgang mit der Zitadelle zu beginnen, welche sich 834 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Man hat dort Ruinen aus der Kreuzfahrer-Zeit gefunden, sowie auch Überreste einer Festung aus dem 1 8.Jh., des "Herrschers über Galiläa", Daher El Omar.

Von hier aus begeben wir uns zur jüdischen Altstadt. Die meisten Gebäude sind zwar aus dem 19. Jh.,

aber ihrer Form nach dem originalen Baustil des 16.Jh. nachempfunden. Die wichtigsten Gebäude in Safed sind beschildert und es ist leicht, sich zurecht zu finden.

Vom Kikar Hameginim (Platz der Meginim) aus, führt eine TreppenGasse zu Synagoge HaAri (der Löwe), des berühmten Rabbiners, Itzhak Lurie Ashkenazi. Ende des 16.Jh., nach dem Tode des Rabbiners, wurde eine Synagoge auf seinen Namen erbaut, aber beim Erdbeben von 1837 zerstört. 1852 wurde die Synagoge erneuert und sie hat einen prunkvollen Toraschrank, reich an künstlerischen Verzierungen.

Eine antike Torarolle befindet sich in der Abouav Synagoge, welche nur an hohen Feiertagen hervorgeholt wird.

Auch ein Besuch in Meron lohnt sich, befinden sich doch dort Gräber von bekannten Rabbinern. Beim Fest des Lag B'Omer wird eine alte Torarolle von Safed hierher gebracht.



Snir-Fluss

Der Snir Fluss beginnt seinen Lauf in Libanon. Besuchern wird geraten bis zum alawitischen Dorf Ghadschar zu fahren, an dessen Eingang eine Aussichtsterasse steht, mit Blick auf die Hauptquellen des Flusses.

3 km südlich des Dorfes ist eine römische Brücke, die zur alten Straße Tyrus Damaskus gehörte. Der Zutritt zur Brücke ist gewöhnlich aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Die Schlucht ist schön und wild: ein Flußuferwald von Weidenbäumen. Von der "Röhrenbrücke" läuft neben dem Fluß ein schöner gebahnter Pfad. Er kreuzt zwei Wasserläufe, die sich über schöne kleine Fälle in den Fluß Snir ergießen.Im Sommer ist eine Flußfahrt mit Gummireifen möglich ein ungewöhnliches Erlebnis, naß und kalt, für Abenteuerlustige.



Tabgha

Tabgha ist in der christlichen Überlieferung dank zweier Wunder bekannt, die sich hier ereigneten, Beim ersten speiste Jesus fünftausend Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen. Beim zweiten offenbarte sich Jesus nach seinem Tode den Jüngern und sagte zu Petrus: "Weide meine Schafe!"

Der arabische Name von En Schewa, Tabgha, kommt wohl vom griechischen Namen Heptapegon (Sieben Quellen). Die größte Quelle, entspringt in einen Teich, in dem eine einzigartige blinde Krebsart lebt.

Die Kirche steht über einem prächtigen alten Mosaik. Dargestellt dort sind: ein Brotkorb flankiert von zwei Fischen; Wasserpflanzen und Tiere typisch für die Sumpflandschaften wie Enten, Reiher und Kormorane.



Tel-Hazor

Tel-Hazor, bei Kibbuz A jelet-Haschahar, beherrschte die alte Straßenroute, die Via Maris (Meeresstraße). Über die Wichtigkeit der Stadt sagt das Buch Josua aus, sie hätte die "Oberherrschaft über alle diese Königreiche" gehabt.

Hazor wird schon in nordsyrischen Dokumenten aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. erwähnt. Für wie groß und wichtig man die Stadt hielt, geht aus einem am Euphrat entdeckten königlichen Archiv hervor. Hazor handelte mit Zinn.

Laut der Bibel, brannte Josua die Stadt nieder. König Salomo baute Hazor, wie auch Megiddo und Geser, wieder auf. Bei Ausgrabungen wurden im Erdhügel 20 Schichten verschiedener Siedlungen entdeckt. Funde gibt es im Museum von Ajelet Haschahar zu sehen.



Tel-Dan

Der Naturschutzpark Tel-Dan ist verhältnismäßig klein, doch gibt es im Land keinen Ort seinesgleichen. Wasserläufe und Quellen ergeben eine starke Strömung, und der düstere Wald schafft den Hauch einer eigenartigen Stimmung. Ein Parkbesuch dauert ein bis zwei Stunden.

Die Wanderroute führt bis zu den Quellen sebst. Die Strömung hier ist zwar ruhig, doch ist dies die ergiebigste Dichte von Jordanquellen. Unterwegs gibt es einen interessanten unterirdischen Tunnel, der das dorthin gelangte Wasser ableitet.

Der Weg führt zum Hügel Tel-Dan. Bei Ausgrabungen wurde eine Mauer und ein Tor mit prächtigem Sitz aus frühisraelitischer Zeit freigelegt, was die Bibelworte "Der König sitzt im Tor" (2 Samuel 19,9) veranschaulicht.

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